Aktuelles:
Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Waldbrunn-Hausen
für das Geschäftsjahr 2025
WALDBRUNN-HAUSEN.- Am Samstag, 21. Februar 2026, hat der Vereinsvorsitzende Christian Böcher um 20:02 Uhr die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Waldbrunn-Hausen eröffnet.
Neben zahlreichen Mitgliedern begrüßte er Bürgermeister Peter Blum, den Gemeindebrandinspektor Daniel Wolf mit seinem Stellvertreter Lukas Blumtritt, den Ortsvorsteher und Vertreter der Bürgerliste Marc Eisenkopf sowie Hans-Josef Wüst und Gerhard Form von der CDU. Ein Vertreter der SPD ließ sich kurzfristig entschuldigen.
Nach einer Schweigeminute zum Gedenken an die verstorbenen Mitglieder berichtete Böcher über das Vereinsleben im vergangenen Jahr. Besonders hob er den Aktionstag der Kinder- und Jugendfeuerwehr im September hervor, bei dem auf dem Kirmesplatz ein Hüpfburgenpark aufgebaut worden war. Sein Dank galt hierbei ausdrücklich den Sponsoren, ohne deren Unterstützung eine solche Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre. Auch der Brand einer Lagerhalle im Oktober war ein wichtiges Thema. Dabei ging Vereinsausstattung im Wert von rund 20.000 Euro, welche dort gelagert war, verloren. Auf eine Kostenübernahme durch die Versicherung wartet der Verein bislang noch. Zudem machte Böcher deutlich, dass für die Ersatzbeschaffungen ein geeigneter Lagerplatz gesucht wird und bat dazu um Mithilfe.
Diskussion um Neubau eines Feuerwehrhauses
Ein weiterer Schwerpunkt seines Berichtes waren Fragen bzgl. des Neubaus eines Feuerwehrhauses. Nach seinen Informationen führt die Gemeindeverwaltung die Planungen für einen gemeinsamen Neubau für zwei Feuerwehren in Fussingen weiterhin fort, obwohl sich die betroffenen Wehren sowie die Versammlung der Wehrführer gegen eine Zusammenlegung ausgesprochen haben. Auf Rückfrage gaben auch die Gemeindebrandinspektoren an, sie vertreten die Auffassung, dass in jedem Ortsteil eine eigene Feuerwehr vorhanden sein sollte. Bürgermeister Blum erklärte dazu, dass die Planung auf Grundlage eines früher gefassten Beschlusses weitergeführt werde, solange keine andere Entscheidung getroffen werde. Weiterhin erklärte er, von Plänen zur Erweiterung der bestehenden Feuerwehrhäuser, die bereits seit 14 Monaten bei der Unfallkasse zur Bewertung liegen, habe man bis zuletzt nichts mehr gehört. Marc Eisenkopf erklärte im Namen der Bürgerliste, man sei strikt gegen eine Zwangszusammenlegung und stehe hinter den örtlichen Feuerwehren. Seitens der CDU wurde betont, dass man zunächst die aktuelle Planung und Kostenschätzung abwarten wolle, um anschließend eine Entscheidung zu treffen. Böcher warnte, dass bei einer Zwangszusammenlegung viele Aktivitäten für das Ortsleben - etwa Kirmes, Hof- und Hallenfest, Winterwanderung oder die Teilnahme am Tag der sauberen Landschaft - in der bisherigen Form bzw. gar nicht mehr stattfinden könnten. Das Thema sollte aber nicht zum letzten Mal an diesem Abend angesprochen werden.
Seinen Bericht abschließend, dankte Böcher den Betreuern der Kinder- und Jugendfeuerwehr, der Wehrführung, den Gemeindebrandinspektoren sowie Bürgermeister und Verwaltung für die Unterstützung bei Veranstaltungen. Auch allen Vereinsmitgliedern sprach er seinen Dank für ihren Einsatz bei den unterschiedlichen Veranstaltungen aus.
Einsatzgeschehen 2025
Im Anschluss berichtete Wehrführer Dennis Buß über das Einsatzgeschehen des Jahres 2025. Insgesamt wurde die Feuerwehr zu 15 Einsätzen alarmiert. Besonders hob er den Lagerhallenbrand im Oktober hervor, bei dem rund 200 Einsatzkräfte aus zehn Feuerwehren, drei THW-Ortsverbänden, zwei Betreuungszügen und weiteren Organisationen der Gefahrenabwehr im Einsatz waren.
Neben dem Einsatzdienst engagierte sich die Einsatzabteilung auch bei zahlreichen Veranstaltungen, darunter das Hof- und Hallenfest, der Volkstrauertag, Fronleichnams- und St. Martins-Umzüge sowie die Durchführung der Kirmes. Auch die Brandschutzerziehung im Kindergarten wurde wieder durchgeführt. Buß dankte den Betreuern der Kinder- und Jugendarbeit, den aktiven Mitgliedern und dem Vorstand für die gute Zusammenarbeit. Da er selbst seit einem Unfall im Feuerwehrdienst im vergangenen September und voraussichtlich noch einige Monate außer Gefecht ist, sprach er seinem Stellvertreter Florian Platt einen besonderen Dank aus, der in dieser Zeit die Aufgaben des Wehrführers hervorragend übernommen habe.
Jugend- und Kinderfeuerwehr im Fokus
Jugendfeuerwehrwart Torsten Beck berichtete aus der Jugendfeuerwehr, der derzeit zwei Jungen und sieben Mädchen angehören. Die Jugendlichen beteiligten sich unter anderem am Einsammeln der Weihnachtsbäume, an einer Großübung in Waldbrunn, am Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr sowie am Aktionstag der Kinder- und Jugendfeuerwehr. Besonders erfreulich sei gewesen, dass fünf Jugendliche erfolgreich die Jugendflamme Stufe 1 ablegen konnten. Weitere Aktivitäten waren die Teilnahme am St. Martins-Umzug sowie eine Weihnachtsfeier mit Nikolausbesuch.
Anschließend stellte Oliver Schäfer den Bericht der Kinderfeuerwehr vor. Zum Jahresende zählte diese acht Mädchen und zwölf Jungen. Drei Kinder wechselten im Laufe des Jahres in die Jugendfeuerwehr. Die Betreuung übernehmen derzeit zwei Mitglieder der Einsatzabteilung sowie fünf Vereinsmitglieder. Neben dem regelmäßigen Programm mit Spiel und Spaß fand ein gemeinsames Grillen aller Waldbrunner Kinder- und Jugendfeuerwehren statt. Im Juli wurde die „Tatze“ Stufe 1 und 2 durch die Wehrführung abgenommen. Ein Höhepunkt war auch hier der große Aktionstag. Außerdem wurden Laternen gebastelt und am St. Martins-Umzug teilgenommen. Den Jahresabschluss bildete eine Weihnachtsfeier mit Besuch des Nikolaus‘. Schäfer bedankte sich im Namen aller Betreuer und Kinder bei Wehrführung und Vorstand für die gute Zusammenarbeit und lud weitere Kinder ein, sich der Kinderfeuerwehr anzuschließen.
Wechsel im Vorstand
Kassierer Andreas Schneider berichtete über eine ausgeglichene Finanzlage. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden unter anderem eine neue Wärmebildkamera und ein Laptop angeschafft, sowie die Sanierung des Springbrunnens vor dem Feuerwehrhaus finanziert. Die Kassenprüfer bescheinigten ihm eine vorbildliche Kassenführung, sodass sowohl er als auch der Vorstand einstimmig entlastet wurden. Gleichzeitig war es Schneiders letzter Kassenbericht: Nach über 30 Jahren Vorstandsarbeit gab er sein Amt in jüngere Hände ab. In der anschließenden Wahl wurde Marvin Lippeke einstimmig zum neuen Kassierer gewählt.
Auch bei den Beförderungen trat Lippeke wieder in Erscheinung, er konnte durch Bürgermeister Blum zum Oberfeuerwehrmann befördert werden.
Ausblick auf 2026
Vorsitzender Böcher gab anschließend einen Ausblick auf anstehende Termine im Jahr 2026. Geplant sind unter anderem der Tag der sauberen Landschaft am 28. März, das Hof- und Hallenfest am 13. und 14. Juni, die Teilnahme am Jubiläum „125 Jahre Feuerwehr Löhnberg-Niedershausen“ am 21. Juni, die Kirmes in Hausen vom 7. bis 10. August sowie die Fackelwanderung der Kinderfeuerwehr am 12. Dezember.
Grußworte und klare Worte zum Anschluss
Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ richteten die Gäste ihre Grußworte an die Versammlung. Bürgermeister Peter Blum dankte im Namen der politischen Gremien der Nachwuchsarbeit und der Einsatzabteilung für ihr Engagement. Besonders beim Großeinsatz beim Lagerhallenbrand habe „einfach alles gepasst“. Gleichzeitig betonte er, dass bezüglich der zukünftigen Feuerwehrhauslösung eine Entscheidung getroffen werden müsse und sprach sich für eine Zusammenlegung der Feuerwehren aus.
Gemeindebrandinspektor Daniel Wolf berichtete von insgesamt 41 Einsätzen im gesamten Gemeindegebiet Waldbrunn. Der auf F3 erhöhte Brand der Lagerhalle in Hausen habe dabei im Mittelpunkt gestanden. Er lobte die Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinweg und dankte allen Beteiligten für ihren ruhigen und besonnenen Einsatz. Weiterhin betonte er die große Bedeutung der Kinder- und Jugendarbeit als Nachwuchsquelle für die Einsatzabteilungen. Eine Zusammenlegung der Feuerwehren könne diese Strukturen gefährden und möglicherweise zum Verlust engagierter Mitglieder führen.
Zum Thema Wechselladerfahrzeug berichtete Wolf, dass dieses seit Ende des vergangenen Jahres auf dem Bauhof stehe, die Verwaltung jedoch noch ein weiteres Angebot für den Einbau der Sondersignal- und Funkanlage angefordert habe. Mit einer Indienststellung rechne er daher erst zur Jahresmitte.
Ortsvorsteher Marc Eisenkopf griff einen Satz des Vorsitzenden noch einmal auf: „Hier wird Dorfleben betrieben.“ Er dankte allen Mitgliedern der Feuerwehr für ihren Einsatz - sowohl im Einsatzdienst als auch in der Kinder- und Jugendarbeit sowie bei Aktionen für die Dorfgemeinschaft. Gleichzeitig warnte er, dass eine Zusammenlegung der Feuerwehren all dies gefährden könne.
Hans-Josef Wüst sprach im Namen der CDU ebenfalls seinen Dank aus. Er plädierte für eine bessere Kommunikation zwischen Feuerwehr und Politik und äußerte die Hoffnung, nicht zu Entscheidungen gezwungen zu werden, die sich nachteilig für die Feuerwehren auswirken könnten.
Vorsitzender Böcher bedankte sich abschließend bei den Gästen und gab den beiden CDU-Vertretern mit auf den Weg, dass es bei der Feuerwehr Hausen mittlerweile nicht nur „rauche, sondern brenne“, was die Entscheidungen der Politik betreffe.
Zudem rief er alle Anwesenden dazu auf, am 15. März zur Wahl zu gehen.
Um 21:36 Uhr schloss er die Sitzung und lud die Versammlung zum gemütlichen Teil des Abends ein.
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Glossar
Bedeutung F 3
- Hochhaus
- Gewerbebetrieb
- Schreinerei
- Kfz-Werkstatt
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- Lagerplatz
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